Schweden, 03.- 08. Januar

Nun war es endlich soweit! Nach über einem Jahr Planung sollte es endlich mit Hyra in Richtung Schweden zu unserem Auserwählten Necesse's Arte et Marte, genannt Rhombus, gehen. Mit dabei war auch Iolana, die als Hyras geistige Unterstützung fungierte.  So traf ich mich Samstag früh mit Sabine, die es sich nicht nehmen lassen wollte, an diesem Ereignis, über das so lange diskutiert und beratschlagt worden war, mitzuwirken. 

 

Die Fahrt verlief  ohne Staus, die Hunde schlummerten friedlich im Kofferraum, und nach 13 Stunden trafen wir dann endlich bei Ake Käck in Västeras ein. Ake hatte uns in der Nähe ein süßes kleines Ferienhaus angemietet und, welch ein Service, den Schlüssel schon abholt. Nachdem er uns noch bis zum Haus begleitete und uns alles gezeigt hatte, gingen wir zum gemütlichen Teil des Tages über.  Die von Sabine gekochte Dosenkartoffelsuppe mit Bockwürstchen schmeckte wie ein Fünfsterne-Menue.

 

Am Sonntag sollte es dann das erste Treffen mit Rhombus geben. Hyra hatte den 11. Tag der Läufigkeit und es hätte mich nicht gewundert, wenn es bei ein wenig Spielerei geblieben wäre, denn grundsätzlich sind unsere Hündinnen eher "spätreif". Aber es dauerte keine 10 Minuten, und schon war das passiert, weswegen wir hier waren. Überall glückliche Gesichter, nur die Hunde sahen nach einiger Zeit nicht mehr ganz so fröhlich aus. 

 

Die nächsten Tage liefen dann wie folgt ab: Aufstehen, gemütlich und ausgiebig frühstücken, Pillerrunde mit den Hunden, Treffen mit Rhombus, danach Sektfrühstück im mollig warmen Ferienhaus, nachmittags Erkundungstour der näheren Umgegend, shoppen und abends gemütlich aufs Sofa kuscheln.

 

Wir hätten ewig so weitermachen können. Aber nach fünf Tagen hiess es dann Abschiednehmen. Am meisten litt darunter wohl der arme Rhombus, der nach Aussagen seiner Besitzerin Maarit, noch einige Tage morgens um kurz vor elf, auf uns wartete.   

 

Überhaupt Rhombus! Nachdem ich gehört hatte, dass er es im Vorfeld schon einige Male "versucht" hatte, es bei den ihm vorgestellten Hündinnen aber zu keinem Deckakt

 gekommen war, hatte ich mir natürlich so meine Gedanken gemacht. Zumal in Schweden das Gerücht aufgekommen war, "er würde es nicht tun". Dazu sollte man  wissen, dass die jeweiligen Züchter den Hunden keine Zeit liessen und schon nach einem Tag wieder abgereist waren. Unsere Hunde funktionieren aber nunmal nicht auf Knopfdruck. Und wenn es dann heisst, man hätte keine Zeit mehr gehabt, wie, bitteschön, hat man denn dann monatelang Zeit für die Welpen? Kurz und gut, Rhombus hat sich jedenfalls als hervorragender instinktsicherer Deckrüde gezeigt, der genau wusste, was er wann zu tun hatte. Auch Hyra, die natürlich auch noch keine Deckerfahrung hatte, benahm sich so, wie ich es von gesunden leistungsfähigen Hunden erwarte.  Auch ohne menschliche Hilfe haben Hyra und Rhombus das erledigt, was die Natur ihnen in diesem Moment vorgab.

 

Bis auf eine kurze Wartezeit vor der Öresund-Brücke, wo ein LKW quer stand, verlief auch die Rückreise ohne Störungen. Und so konnte ich Sabine am Donnerstag gegen 23.00 Uhr heile ihrem Michael übergeben.

 

Jetzt heisst es wieder mal, abwarten und Tee trinken. Wir hoffen, in einigen Wochen etwas Positives berichten zu können.

 

 

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© Joachim Johannsen