Coursing-Europameisterschaft in Marianske Lanske, Tschechien

25. - 26. Juli 2009

In diesem Jahr konnten wir die EM leider nicht zu einem Kurzurlaub ausweiten. Anki und Zissi waren mit ihren Eltern im Urlaub, und so musste Achim zuhause bleiben und den verantwortungsvollen Job des Haus- und Tiersitters übernehmen.

Also fuhren Silke und ich am Donnerstag, den 23.07., nach einem ausgiebigen Frühstück gegen 11.00 Uhr mit Dana, Erin, Uisce, Fran, Ghualainn, Grace, Manani und Pauline los in Richtung Tschechien. Die Fahrt verlief ohne Probleme,  mit einem Zwischenstopp bei der Filiale einer großen amerikanischen Fastfoodkette (gehört bei diesen Gelegenheiten schon zum Pflichtprogramm), wo wir uns stärkten und uns anschließend mit den Hunden die Beine vertraten.

Gegen 18.30 Uhr trafen wir auf dem Veranstaltungsgelände, einer Reitanlage, ein. Wir wurden von einem sehr netten deutschsprachigen Herrn empfangen, der uns einen Platz zuwies. Wider Erwarten gab es sogar Strom, was Silke in Jubelschreie ausbrechen ließ, konnte sie doch nun ihre unentbehrliche Kaffeemaschine anschmeißen.  Nachdem wir alles aufgebaut und uns häuslich eingerichtet hatten, genossen wir erstmal ein Käffchen mit der dazugehörenden Zigarette. Was ging es uns doch gut!

Danach hieß es: raus mit den Hunden und Geländebegehung. Als ich die Parcours sah, ahnte ich schon, dass hier in erster Linie Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit abgefragt wurden. Und ich war mir angesichts dieser Steigungen plötzlich nicht mehr so sicher, ob ich die Hunde fit genug bekommen hatte.

Um es kurz zu machen, sie waren fit. Sehr sogar! Fran Fine konnte die EM für sich entscheiden und darf sich somit Coursing-Europasieger 2009 nennen. Franny  verwundert mich immer wieder. Selten habe ich bei der Schnelligkeit, die sie an den Tag legt, auch solch eine Wendigkeit und Reaktionsschnelle gesehen. Sie ist schon etwas ganz Besonderes!

Auch Uisce überraschte mich. Sie stand voll in der Scheinträchtigkeit und just an diesem Samstag sollten ihrer Meinung nach ihre Babys kommen. Hormonell bedingt war sie etwas schwammig und schleppte ein paar Pfunde zuviel mit sich herum. Aber am Start hatte sie anscheinend ein ganz anderes Ziel vor Augen. Sie explodierte förmlich und kämpfte sich so auf den dritten Platz vor. Insgesamt gingen 14 Hündinnen und 6 Rüden ins Rennen. Und alle haben sie gezeigt, wozu unsere doch so sanften Deerhounds fähig sein können.

Am Sonntag durfte dann Manani bei den Azawakhs zeigen, was in ihr steckt. Für den ersten, sehr übersichtlichen Parcours war sie leider zu schlau. Von Anfang an wusste sie, wo der Hase lang läuft. Und so startete sie direkt ab durch die Mitte, um den Hasen am kurzen Ende des Kurses abzufangen und dann ins Ziel zu verfolgen. Die Richter sahen das nicht so gerne und benoteten es mit dementsprechend wenig Punkten. Den zweiten Kurs konnte unsere kleine Intelligenzbestie nicht komplett einsehen. So sah ihr zweiter Lauf dann auch wesentlich besser aus - ich fand, sie lief hervorragend. Leider reichte das aber nicht mehr, um die Scharte aus dem ersten Lauf auszugleichen. Wir mussten mit dem 9. Platz von 12 Hündinnen zufrieden sein; Manani war's egal, sie hatte ihren Spaß gehabt.

Am Montag ging es nach einem langen Spaziergang dann wieder in Richtung Heimat. Abends gegen 22.00 kamen wir zuhause an, Achim hatte schon lecker Essen vorbereitet. Wir waren todmüde und kaputt, aber wir waren uns einig, es waren fünf tolle Tage, es hatte sich gelohnt.

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© Joachim Johannsen